Stand: August 2026

Holzmarktlage

Die attraktiven Holzpreise in Verbindung mit günstigen Bedingungen für den Holzeinschlag hatten für gewaltige Holzmengen gesorgt, die auf Sägewerke trafen, die wegen der schlechten Ertragslage nur mit reduzierter Leistung sägten. Das sorgte im Frühjahr zu erheblichen Wartezeiten bei der Holzabfuhr. Das momentane Überangebot sorgte auch für moderate Preisrücknahmen.

Seit sich der als "Bauernbuckel" bekannte Stau aufgelöst hat, sind die meisten Kunden der WBV wieder voll aufnahmefähig und wir können bereitgestelltes Holz mometan schnell abfahren, insbesondere wenn die Holzabfuhr vorher mit uns abgeklärt wurde!

ACHTUNG: Diese Situation kann sich schnell ändern! Gerade befällt die ausgeflogene Käfergeneration stehende Bäume. In welchem Umfang neues Holz angeboten wird und wie schnell die Holzabfuhr stattfindet, kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, bitte erkundigen Sie sich an der Geschäftsstelle!

Die Holzpreise sind auf einem Niveau von 115 - 125 € für Fichten - Kurzholz (BC 2b-4). Sollte nicht zu viel Käferholz anfallen, ist es nicht ausgeschlossen, dass die Preise demnächst wieder steigen.

Fichten - Langholz wird sehr gefragt!

Wenn Sie einen Holzeinschlag vorhaben, lassen Sie es uns wissen! Gerne reservieren wir Ihnen entsprechende Mengen und sorgen dafür, dass auch die Abfuhr reibungslos läuft. Auch Unternehmer können wir organisieren und Ihren Holzeinschlag einplanen.

Preisgefälle nimmt zu

Die Versorgungslage der Sägewerke scheint recht unterschiedlich zu sein, so dass auch das Preisniveau im WBV - Gebiet nicht einheitlich ist. Neu ist, dass Kunden auch nicht mehr unbedingt in deren gesamten Einkaufsgebiet den selben Preis bezahlen, sondern für Holz, das weiter transportiert werden muss, entsprechend geringere Preise anlegen.

Weil auch die Aufnahmefähigkeit der Kunden unterschiedlich ist, empfiehlt sich vor Einschlagsbeginn ein Anruf bei der WBV. Gerade bei Käferbefall kann es wichtiger sein, dass das Holz schnell aus dem Wald kommt, als dass der letzte Cent beim Holzpreis erzielt wird.

Marktpreis bewegt sich auf einem schmalen Grat

Aktuell sägen die meisten unserer Großkunden nur so viel, wie sie müssen, um das Personal beschäftigen zu können und die Maschinen einigermaßen auszulasten. Von einem Vollbetrieb sind die meisten Kunden mehr oder weniger weit entfernt, denn Rundholz-, Fracht- und Energiepreise sind momentan ziemlich hoch, das erzeugte Schnittholz kann aber nicht gut abgesetzt werden. Also brauchen die Kunden "unbedingt" genug Holz für den "Minimalbetrieb", aber auch nicht mehr. Sollte also wenig Holz am Markt sein, ist mit stabilen, eventuell sogar leicht steigenden Preisen zu rechnen, kommt ein bisschen zu viel Holz auf den Markt, werden die Preise nach unten geschraubt.

Transparenz

SKONTO

Endlich haben wir es bei einigen Kunden geschafft, dass kein Skontoabzug mehr vorgenommen wird!

Wo kommt der Skontoabzug her?

Ursprünglich durfte im Wald vermessenes Holz erst abgefahren werden, wenn es bezahlt war. Das diente der Sicherheit der Waldbesitzer. Gleichzeitig lag das Risiko, dass das Holz derweil verdirbt oder gar verschwindet, beim Käufer. Hierfür wurde der Skontoabzug eingeräumt.

Mit der Werksvermessung hat sich das natürlich geändert, denn das Holz muss ja erst abgefahren und vermessen werden, um den Preis zu bilden. Somit liegt das Risiko nicht mehr beim Käufer, sondern voll und ganz beim Waldbesitzer. Hier hätte man schon bei der Einführung der Werksvermessung von Verkäuferseite reagieren sollen und den Skontoabzug aussetzen. Das ist unter den damaligen Bedingungen nicht durchzusetzen gewesen.

Warum gibt es den Skontoabzug noch immer?

Ganz einfach: weil sich viele Waldbesitzer von "tollen Preisen" blenden lassen. 128 € (skontiert mit 2 %) hört sich nun mal besser an, als 126 € (unskontiert). Bei einem Durchschnittspreis von 110 € sind aber 2 % Skonto 2,20 €. Somit ist der Preis mit 126 € unskontiert aber mehr Wert als 128 € bei 2% Skontoabzug. Achten Sie also darauf, ob die angebotenen Preise vergleichbar sind!

Vermessung

Nicht in jedem Land wird Holz mit der selben Methode vermessen. In Deutschland wurde zwischen Vertretern der Forstwirtschaft (DFWR, Homepage) und der Vertretern der Holzwirtschaft (DHWR Homepage) durch die "Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel in Deutschland", kurz RVR, bzw. die "Rahmenvereinbarung für die Werksvermessung von Stammholz des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. und der Sägeindustrie“ vereinbart, wie das Holz vermessen wird. Wichtig ist hierbei die Ermittlung des Mittendurchmessers:

"3.4.1.4 Mittendurchmesser
(1) Die zur Berechnung des Mittendurchmessers von Stammholz herangezogenen Durchmesserwerte sind in zwei im 90°-Winkel zueinander angeordneten, fest definierten Messebenen zu messen und in den Einheiten Millimeter als Ganzzahl oder Zentimeter mit einer Dezimale anzugeben."

In Österreich sind die Österreichischen Holzhandelsusancen bzw. die Ö-Norm L1021 einschlägig. Demnach darf bei der Durchmesserermittlung aus 2 rechtwinkelig zueinander stehenden Messungen dasjenige Durchmesserpaar zur Berechnung des Volumens herangezogen werden, das den geringsten Mittendurchmesser ergibt (rotierende Kluppe).

Je nach Form und Stärke des Stammes ergeben die beiden, unterschiedlichen Messmethoden auch unterschiedliche Ergebnisse was das Volumen betrifft. Die Abweichung zwischen der Vermessung mit feststehenden Messebenen (Deutschland) und rotierender Kluppe (Österreich) betragen im Mittel rund 3%! Bei einem Holzpreis von durchschnittlich 110 €/fm sind das 3,30 €!

Die Kombination macht´s!

Als Selbsthilfevereinigung der Waldbesitzer sehen wir es als unsere Aufgabe, Ihr Holz so zu vermakten, dass für Sie das beste Ergebnis dabei herauskommt. Dabei spielen nicht nur Skontoabzug und Vermessungsmethode eine Rolle, sondern auch welche Anforderungen die Kunden an das Holz stellen, das sie einkaufen. Das reicht von geringeren oder größeren Preisabschägen für "überstarkes" Holz über die angewandten Sortierkriterien bis hin zu Möglichkeiten der Holzabfuhr.

Bitte wählen Sie eine Unterkategorie aus.

- Stammholz

- Holzenergie

- Hackschnitzel

- Brennholz

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